Tiefer eintauchen in die Hintergründe meiner Vision und wie das Motto damit in Verbindung steht ...
Wie wäre eine Welt auf Erden, wenn jeder Mensch, der gerade in diesem Leben ist, seine einzigartige Energie, seine individuellen Fähigkeiten lebt und einbringt zum Wohl all dessen einbringt, was ist und entsteht?
Es würde meiner Ansicht nach der natürlichen Ordnung entsprechen und Leben und Entwicklungsfähigkeit auch in Zukunft für alles, was dann ist, sichern. Die natürliche Ordnung ist sicherlich die Grundlage und zugleich Ergebnis von Miteinander und Füreinander. Wie ein Kreis, der irgendwo einen Anfang hat und sich dort wieder schließt, aber stetig dreht und wächst.
Schaue ich auf die Geschehnissen in der Welt und betrachte das menschliche Verhalten, scheint es, als wollten sie sich der natürlichen Ordnung entziehen - zugunsten eines niedrigschwingenden Egos.
Was Menschen nicht ändern, hält ihn dort gefangen, wo er ist ...
Zwei Soziologen, Karl Popper (A) und Karl August Wittgenstein (D) formulierten den schönen Satz: "Nicht die Geschichte wiederholt sich, sondern das Verhalten der Menschen."

Fast schon zyklisch scheinen sich in der Menschheitsgeschichte bestimmte Verhaltensmuster immer wieder zu wiederholen, die zu den gleichen oder ähnlichen erlebten Realitäten bzw. Geschichten führen: Menschen, die sich selbst verbiegen, gegen ihre Werte und Empfindungen handeln, um z. B. dazuzugehören und nicht ausgegrenzt zu werden; Menschen, die andere verbiegen und sie ausgrenzen, stigmatisieren o. ä., um etwas zu vermeiden/verhindern; Menschen, die entsprechend ihrer Werte und Empfindungen handeln und sich frei erleben, aber auch jene, die dabei Stigmatisierung, Ausgrenzung, Diffamierung etc. erleben. Manchmal sogar über Generationen hinweg. Und es gibt Zeiten, in denen Menschen sich einanderzuwenden, sich gegenseitig stärken und miteinander viel Gutes bewirken.
Aber die Tatsache, dass sich Verhaltensweisen und damit die erlebte Realität wiederholen, könnte darauf hindeuten, dass sich das Bewusstsein der Menschen nicht mehr sehr viel weiterentwickelt hat. Hier meine ich das Bewusstsein für das Mensch-Sein an sich, für den Menschen als Individuum und als Teil eines Ganzen (die Natur) sowie für die gesamte Natur als Lebensgrundlage. Und so sabotieren, stören und behindern Menschen sich selbst, andere und die weitere Natur. Sie berauben sich mehr oder weniger ihrer Energie, ihrer Freude, ihrer Ressourcen und Lebensgrundlagen, ...
Wenn wir als Einzelne und als Menschheit eine andere, hellere Welt, eine andere Lebensqualität in einer natürlichen Ordnung erleben wollen, müssen wir bei uns selbst den Anfang machen! Und ich bin überzeugt … wir können das! Denn: Jeder, ja wirklich jeder hat individuelle Potenziale, die entfaltet werden wollen! Nicht nur für sich, sondern auch zum Wohl aller.

Was hat es mit der natürlichen Ordnung auf sich und warum sind wir Teil davon?
Zwei universelle Lebensprinzipien, die wir uns bewusst machen dürfen:
Nichts geschieht ohne Grund! Oder anders ausgedrückt: Es ist da, was Grundlage ist.
Was gleich ist, ist zugleich ungleich!
Demzufolge sind Menschen in manchen Aspekten gleich und zugleich in vielen anderen ungleich. Es braucht die Unterschiede in der Vielfalt, für eine wirkliche Lebendigkeit. Und in diesem Zusammenhang sind wir alle auch nicht ohne Grund in dieses Leben, in die jeweilige Zeit geboren. Vielleicht, um durch uns selbst, mit dem, was uns ungleich macht, also mit unseren individuellen Fähigkeiten und Ressourcen als Potenzialen miteinander zu bewirken, dass ...
... einerseits Leben beständig auch durch uns weitergehen kann ...
... andererseits durch uns selbst wirken, um damit zugleich für das Wohl aller zu sorgen und somit ...
... auch andere durch sich für das Ganze wirken können.
Ist das Leben so gemeint?
Natur - natürlich alle sda, was gebraucht wird ...
Ja, davon bin ich überzeugt! Meine Sichtweise kommt aus meinen Beobachtungen in der Natur, der menschlichen Verhaltensweisen und des Weltgeschehens. Im Kleinen wie im Großen, im Großen wie im Kleinen.
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Und wozu? Damit Leben weiterhin bestehen und geschehen kann – für all das, was gerade in unterschiedlicher Lebenszeit lebendig existiert. Die Natur hat alles eingerichtet, was sie dafür braucht: einzigartige Ressourcen in Vielfalt! Es liegt der natürlichen Evolution zugrunde, dass diese individuell zum Ausdruck kommen müssen, um damit Leben auch in der Zukunft zu bewirken und weiterzuführen. Ebenso grundlegend ist, dass Ressourcen und Potenziale sich beständig erneuern, g erweitern und entwickeln. Warum ist dies so? Um die Kraft für Leben in Zukunft aufrechtzuerhalten. So betrachtet, dient alles dem Einzelnen und dem Ganzen. Denn durch das Einzelne entsteht und lebt das Ganze. Es ist alles da, damit das Einzelne für das Ganze wirken kann. Systemisch eben. |
Es sind universelle Prinzipien oder Grundkräfte, die hier wirken. Der Mensch ist – systemisch betrachtet – ebenfalls Teil der Natur! Und damit gelten die universellen und natürlichen Prinzipien oder Grundkräfte auch für uns! Egal, ob wir uns dessen bewusst sind, sie verstehen oder nicht. Gerade weil wir diese Prinzipien als unterliegen, sollten wir uns diese zur natürlichen Ordnung bewusstwerden, aus ihnen lernen. Was wir wahrnehmen, erkennen, begreifen und verstehen dürfen, sind folgende Aspekte:
- in der Natur ist alles einzigartig und in Vielfalt vorhanden – die Vielfalt entsteht aus der Vielzahl an Einzigartigem! Nichts ist gleich, aber gleichwertig!
- in der Natur existiert, was das Leben zum Leben braucht. Anders ausgedrückt: die Natur nichts ein, was sie nicht braucht.
- Alles ist miteinander verbunden, was existiert, dient einander, wirkt füreinander Anders ausgedrückt: Alles ist eine Ressource auch für ein anderes
- Alles, was in der Natur existiert, erneuert und entwickelt sich, um Wachstum zu ermöglichen
- Die Natur sorgt immer wieder für Balance (Ausgleich). So geschehen die Prozesse der Natur in Zyklen und folgen natürlichen Rhthmen, durch die wiederkehrender Ausgleich (Balance) entsteht. Damit kann Wachstum und Weiterentwicklung in einer natürlichen Ordnung geschehen. (Prinzip der Selbstregulation)
- Alles Lebendige hat seine (Lebens-)Zeit - was sich erfüllt und keine Kraft mehr hat, verändert die Form bzw. lässt los und löst sich auf.

Diese Prinzipien gelten auch für uns Menschen, die wir ja Teil dieser Natur sind. Was können wir aus diesen feststellbaren Prinzipien lernen und wie für unsere eigene Entwicklung als kraftvolle Ressource nutzen?
- Was da ist, hat einen Grund, da zu sein, einen Nutzen - für sich selbst und damit füreinander (also für das Ganze). Wäre es nicht so, wären auch wir nicht da. Wir haben eine natürliche Daseinsberechtigung, einfach weil wir durch unsere Entstehung und Geburt da sind. Unser wirklicher, natürlicher Wert ergibt sich aus unserem (Da-)Sein und der Einzigartigkeit, die auch durch Entfaltung unserer individuellen Ressourcen und Potenziale erfüllt. Es ist unsere Energie.
- Wir sind durch unsere vielfältige Einzigartigkeit nicht gleich, haben aber den gleichen Wert für das Ganze. Im Übrigen mein der Begriff „Gleichbehandlung“, dass wir in unserem Wert gleich zu behandeln sind. Leider verstehen nicht wenige Menschen darunter, dass alles gleich sein muss, das Gleiche machen und bekommen müssen. Aber damit würde den individuellen Bedürfnissen nicht gerecht werden und schwächt den Einzelnen und das Ganze.
- Wir sind nicht nur Individuum, sondern immer Teil von etwas Ganzem und sind somit miteinander verbunden. Wir wirken nicht nur für uns selbst, sondern immer auch auf- und füreinander - mit unseren Ressourcen, unserem Denken und Handeln. Was wir auch immer für oder gegeneinander tun, führt früher oder später immer zum Nutzen oder Schaden für alle und damit auch uns selbst. Wir dürfen uns also auch als Ressource füreinander verstehen. Dann wäre keiner eine Bedrohung für andere.
- Auch wir Menschen brauchen unsere individuelle, uns entsprechende Weiterentwicklung, damit wir weiterhin durch uns selbst füreinander wirken können und damit die Entwicklung des Ganzen unterstützen. Was sich nicht wandelt und entwickelt, bleibt gleich und verliert dadurch Kraft.
- Es ist notwendig, dass wir entsprechend der natürlichen Zyklen und Rhythmen für unseren individuellen Ausgleich, die Balance, sorgen, um unsere Energie (Kraft) sich erneuern und erweitern kann.
- Wenn etwas nicht mehr stimmig ist, keine Kraft mehr für uns und andere hat, dann ist Zeit, loszulassen, etwas gehen zu lassen oder selbst zu gehen, etwas zu ändern, einen Neuanfang zu starten …
Wieder in Ordnung bringen - wer wenn nicht WIR?
Was nützen all die wunderbaren, einzigartigen Ressourcen und Potenziale, wenn sie nicht eingebracht werden, sich nicht entfalten und damit nicht wirken können? Sei es, weil wir es uns selbst oder anderen nicht erlauben …
Der griechische Mathematiker und Physiker Archimedes (285 v.Chr. - 212 v. Chr.) veranschaulichte das Hebel-Gesetz sinngemäß mit den Worten: "Gib mir einen Platz, an dem ich sicher stehen kann, und ich hebe die Welt aus den Angeln."
Ein durchaus schönes Bild auch für das Mensch-Sein und Menschen Mensch sein lassen, das ich schon oft – etwas abgewandelt – als Einstiegszitat bei Vorträgen zum Thema „Behinderung2 verwendet habe. Archimedes´ „Hebel-Satz“ drückt in dieser Formulierung aber auch die Abhängigkeit von anderen aus, ggf. auch die damit einhergehende Gefahr der Ohnmacht auf der einen Seite und die Macht über andere auf der anderen Seite. Doch ...
„Man muss nicht unbedingt das Licht des anderen ausblasen, um das eigene Licht leuchten zu lassen.“
(Phil Bosmans)

Menschen sind soziale Wesen und werden u. a. von der systemischen Grundkraft „Zugehörigkeit“ bewegt. Menschen möchten dazugehören, da sein und dabei sein dürfen, mitwirken und mitmachen, in ihrem Wert anerkannt werden. Es ist das Grundbedürfnis, das Menschen miteinander verbindet. Dennoch haben sie auch ein Bedürfnis zu einer gewissen Autonomie und Selbstbestimmtheit – die einen mehr, andere weniger. Wird den Menschen die Zugehörigkeit verweigert oder genommen, entstehen die berühmten Verlust- und Existenzängste. Somit tun sie viel, wenn nicht sogar alles, um ihr Zugehörigkeitsgefühl zu stärken und zu vermeiden, was ihr Zugehörigkeitsgefühl schwächen könnte.
Dies können Motive sein, warum manche Menschen ihren eigenen Wert oder den Wert anderer herabsetzen… warum Menschen andere unterschiedlich bewerten, in Klassen einteilen, Zuwendungen und Möglichkeiten von bestimmten Bedingungen und Faktoren abhängig machen und vieles mehr. Solange Menschen sich so verhalten, wird nicht jeder den Platz einnehmen können, der den eigenen Bedürfnissen, Ressourcen und Potenzialen entspricht.
Ein grundlegendes, inklusives Bewusstsein für ein echtes einzigartiges Mit-ein-ander und vielfältiges Für-ein-ander setzt etwas Wesentliches voraus: das Wahrnehmen, Anerkennen und Annehmen der Gleichwertigkeit aller Menschen sowie deren individuellen Bedürfnisse und Ressourcen und Potenziale voraus. Doch kann es sich nur entwickeln, wenn wir uns selbst und anderen erlauben Mensch zu sein!
Diese Haltung könnte das innere Motiv (intrinsische Motivation), das starke innere „Warum“ erzeugen, um z. B. all die Voraussetzungen zu schaffen, die es braucht, damit jeder seinen individuellen Platz selbstbestimmt und selbstermächtigt einnehmen kann. So könnten alle entsprechend ihren Bedürfnissen und durch ihre Ressourcen und Potenziale wirken. Und manchmal benötigen Menschen auch Unterstützung, um ihren Platz einnehmen zu und durch sich selbst wirken zu können.
Das ist der Hebel, mit dem wir das Mensch-Sein neu leben können.
Somit erlaube ich es mir, Archimedes „hebel-Satz“ etwas umzuformulieren: "Wir sorgen miteinander dafür, dass jeder seinen Platz einnehmen kann, und bewegen mit diesem Hebel die Erde – füreinander.“
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Wir Menschen sind Bestimmer von Energie! Deshalb ist unsere Aufgabe (Verantwortung) ... |
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⇒ als Individuum unsere individuellen inneren Ressourcen und Potenziale füreinander einzubringen, zu entfalten, zu erweitern … ⇒ als Gemeinschaft dafür zu sorgen, dass jeder seine Potenziale entfalten und einbringen kann – damit Leben auch in Zukunft weitergeht und heller wird … für-ein-ander. |
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| Dass wir dabei alle Elemente des Lebens, also der Natur, des Universums einbeziehen sollte sich von selbst verstehen. Schließlich ist alles Natürliche die Grundlage des Seins - von allem! |
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